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Wie sieht denn dein Haselünne aus? – Generationen im Gespräch

Generationen im Gespräch

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Das Projekt

Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen der 3. und 4. Klassen aus Haselünner Grundschulen mit Seniorinnen aus örtlichen Pflegeeinrichtungen zusammenzubringen. In einem kreativen, generationenübergreifenden Austausch entstehen persönliche Geschichten, Bilder, kleine Kunstwerke oder auch Gespräche, die in einer Ausstellung im Freilicht- und Heimatmuseum Haselünne öffentlich präsentiert werden.Wir wollen mit dem Projekt eine generationenübergreifende Vernetzung schaffen, die sich bewusst mit der Heimatstadt auseinandersetzt.

Ausgangslage

In Haselünne zeigt sich – wie in vielen kleineren Städten – eine zunehmende soziale Isolation insbesondere bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen. Viele Bewohner*innen haben nur selten Kontakt zur „Außenwelt“, insbesondere zu jüngeren Menschen. Gleichzeitig fehlt es Kindern im Grundschulalter häufig an authentischen Berührungspunkten mit lokalem Wissen, gelebter Geschichte und sozialem Lernen außerhalb des Unterrichts. Diese generationale Distanz und fehlende Begegnungsräume führen zu Einsamkeit und dem Gefühl, nicht mehr aktiv am Stadtleben teilzuhaben – bei Jung und Alt.

Ansatz und Methodik

Im Rahmen unserer bisherigen Arbeit – insbesondere in Kooperation mit den Senioren- und Pflegeheimen in Haselünne – erleben wir, dass großes Interesse an nachbarschaftlicher Öffnung und Teilhabe besteht. Die Einrichtungen bemühen sich, ihren Bewohner*innen Programme und Begegnungsmöglichkeiten anzubieten. Gleichzeitig sind sie durch personelle Engpässe und hohe pflegerische Anforderungen stark belastet, sodass viele gute Ideen an der Umsetzbarkeit scheitern. Ehrenamtliches Engagement hilft an vielen Stellen, kann aber nicht alle Bedarfe auffangen. Als Museum arbeiten wir bislang punktuell mit den Einrichtungen zusammen (z. B. bei Führungen oder Einzelaktionen), verstehen aber, wie wichtig es ist, Begegnung dauerhaft und niedrigschwellig zu ermöglichen. Die geplante Projektstelle im Rahmen unseres Antrags ist daher auch als Schnittstelle gedacht, um genau hier anzusetzen – koordinierend, unterstützend und verbindend. Mit dem Konzept der professionellen Gemeinwesenarbeit sind wir im engeren Sinne nicht systematisch vertraut, wir teilen jedoch die Grundidee: lokale Ressourcen aktivieren, Nachbarschaftsbeziehungen stärken und soziale Teilhabe ermöglichen. Unser Projekt orientiert sich an diesen Zielen und soll helfen, diese Prinzipien konkret umzusetzen – gemeinsam mit lokalen Partnern und den Menschen vor Ort.