FUNK - FlüchtlingsUnterkünfte und NachbarschaftsKreis in Buchholz-Kleefeld
FlüchtlingsUnterkünfte und NachbarschaftsKreis in Buchholz-Kleefeld
Das Projekt
Im Stadtteil Buchholz-Kleefeld der Landeshauptstadt Hannover befinden sich vier Flüchtlingsunterkünfte, die zusammen Kapazitäten für rund 500 Personen bieten. Derzeit gibt es keinen Nachbarschaftskreis und keine Ehrenamtlichen, die sich in den Unterkünften engagieren.
Das Projekt FUNK zielt darauf ab, das Ehrenamt in der Geflüchtetenhilfe im Stadtteil zu aktivieren bzw. zu fördern und somit auch die Geflüchteten zu unterstützen. Durch die Schulung und Begleitung der Ehrenamtlichen und die enge Zusammenarbeit mit den Unterkünften wird idealerweise der Grundstein für einen Nachbarschaftskreis in Buchholz-Kleefeld gelegt, der sich längerfristig für die Belange der Geflüchteten im Stadtteil einsetzt.
Ausgangslage
Im Stadtteil Buchholz-Kleefeld leben rund 47.000 Menschen. Dort befinden sich vier Flüchtlingsunterkünfte, die zusammen Kapazitäten für 503 Personen bieten. Die Belegung liegt oft an der Kapazitätsgrenze, darunter sind derzeit 190 Kinder. Es gibt keinen Nachbarschaftskreis und keine Ehrenamtlichen, die sich in den Unterkünften engagieren.
Durch die von der Stadt Hannover geplante Umwandlung von Wohnprojekten in Wohnungen werden Sozialarbeitende in den Unterkünften fehlen. Damit verlieren die Geflüchteten wichtige Ansprechpersonen, die sie in allen Belangen kontaktieren können. Ohne Ehrenamtliche, die sich der Geflüchteten annehmen, wird sich diese Problematik verschärfen. Der Stadtteil Buchholz-Kleefeld ist von diesen Plänen betroffen, die Unterkunft im Nikolaas-Tinbergen-Weg ist bereits umgewandelt worden, für die Unterkunft Nußriede 4c/d ist eine Umwandlung 2026 vorgesehen.
Die Bedeutung des Ehrenamts ist nicht zu unterschätzen. Die potentiellen Einsatzbereiche für Ehrenamtliche sind vielfältig und reichen von der Unterstützung beim Deutschlernen bis zur Begleitung bei Behördengängen und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Der Kontakt im Alltag neben dem Sprachkurs ist wichtig, um Einsamkeit vorzubeugen. Ohne Hauptamtliche in den Einrichtungen und Ehrenamtliche fehlen Ansprechpersonen, die Geflüchteten sind auf sich allein gestellt. Die daraus resultierenden Probleme sind vorgezeichnet.
Ansatz und Methodik
Der „Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.“ (UFU) wurde im April 2013 gegründet und setzt sich seither für ein interkulturelles und harmonisches Zusammenleben in Hannover ein. Ziel des Vereins ist es, die Geflüchteten bei einem erfolgreichen Start in Hannover und in ihrem Lebensalltag zu unterstützen sowie ihre Integration und Teilhabe zu fördern. Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Heimleitungen, Sozialarbeitenden und engagierten Freiwilligen wollen wir dort helfen, wo Angebote fehlen oder zusätzliche Hilfen notwendig sind.
Der UFU ist darin erfahren, Engagierte bei der Gründung von Nachbarschaftskreisen ideell und finanziell zu unterstützen. Die Aspekte Sozialraumorientierung, Netzwerkarbeit und Handlungsorientierung kommen dabei zum Tragen. In den vergangenen zwölf Jahren hat der UFU Nachbarschaftskreise beim Aufbau unterstützt und begleitet. Durch Corona sind leider viele Strukturen vor Ort verloren gegangen.
Kompetenzen des Vereins: Beständigkeit seit 2013, gute Vernetzung in der Stadt, Expertise in den Bereichen Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe und Aufbau von Nachbarschaftskreisen, vielfältige Angebote und Projekte (s. dazu u.a. https://uf-hannover.net/), Wissen um Bedarfe der Unterkünfte und Geflüchteten